Warum Jesus in Bethlehem geboren wurde

Warum Jesus in Bethlehem geboren wurde

Prof. Dr. Matthias Augustin referierte in der Kolping-Akademie

Im Vorfeld einer Pilgerreise der Kolping-Akademie nach Israel Ende Februar 2022 spricht Prof. Dr. Augustin in einer öffentlichen Vortragsreihe über theologische, historische und politische Fragestellungen.

Passend zur gegenwärtigen Advents- und Weihnachtszeit setzte sich  Prof. Augustin in einem ersten Vortrag  mit der Frage auseinander, „warum Jesus in Bethlehem geboren wurde?“ Dazu griff er die Tatsache der langen babylonischen Gefangenschaft des Volkes Israel auf, in der das Volk keinen König hatte. Auf diesen König musste es lange warten.

In den Schriften des Alten Testaments sind die Grundlagen zu finden, die auf den königlichen Stamm Davids als König von Israel – hinweisen. So sei im Buch Rut darüber zu lesen, so der Referent, - wo über die Geburt Obeds berichtet wird, der Vater von Isais  und dieser Vater von David ist. Über Isais wird im Buch Jesaja symbolisch vom „Baumstumpf Isais“ geschrieben, aus dem ein „Reis“, also ein Sproß, – nämlich David – hervorkommt. Im Kirchenlied „Es ist ein Ros entsprungen“ wird darüber gesungen. Und David wird der König Israels.

Mit ihm bricht das messianische Reich an. Aus Davids Geschlecht wird Jesus – der Christus (griech, und bedeutet „der Gesalbte“)  geboren. Auch Bethlehem wird bereits im Buch Rut erwähnt und darauf hingewiesen, dass die Stadt keineswegs unbedeutend sei, denn aus ihr wird der „Retter der Welt“ geboren.

Interessant legte Prof. Augustin ebenfalls dar, dass die Berichte der Evangelisten im Neuen Testament keine Tatsachenberichte seien, sondern darauf abzielten, die Menschen sowohl im damaligen Israel unter Juden und Heiden, wie bei den Griechen und im Römischen Reich zum christlichen Glauben zu bringen. Lukas baute seine Erzählungen z. B. so geschickt in die Geschichte des Römischen Reiches ein, indem er die Geburt in Bethlehem mit der römischen Volkszählung des Kaiser Augustus zusammenlegte. Beide Ereignisse sind aber historisch gesehen wohl nicht zusammengefallen.

Die Vortragsreihe wird am 12. Januar mit dem Thema „Einführung in das Judentum“ und am 10. Februar mit „Jerusalem – Stadt der drei monotheistischen Religionen“ fortgeführt, bevor die Pilgerreise ins Heilige Land, vom 26. Februar bis 5. März, startet.

Der Weihnachtsstern ist in Israel eine Blütenpflanze die dort als meterhoch wachsender Strauch zu finden ist. Die Aufnahme entstand bei Bethlehem. Bei uns wird er als Weihnachtsstern gehandelt.
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