Pflegekräfte aus dem Kosovo für Unterfranken – Modellprojekt in Würzburg

Pflegekräfte aus dem Kosovo für Unterfranken – Modellprojekt in Würzburg Erstellt von Peter Langer |

Flug Pristina nach Stuttgart Airport - Ankunft Sonntag 15:30: Ein kleines Begrüßungskomitee um Sarah Müller von der Kolping-Akademie Würzburg erwartet in der Halle Departure 3 vier junge Kosovarinnen und Kosovaren sowie zwei Albaner, die mit diesem Tag aufbrechen in ein, für sie, neues Leben fern der Heimat Kosovo und Albanien.

Vier weitere Teilnehmende reisen in den nächsten 2 Wochen ein.

Die jungen Menschen, unter ihnen auch ein Ehepaar, sind ausgebildete, studierte Pflegekräfte, die in ihrem Land keine Arbeitsplätze finden, da es dort zu wenig Heime für alte und pflegebedürftige Menschen gibt. Sie sind dort in einem anderen Maße erforderlich da es dort Pflege überwiegend zu Hause gibt und der Anteil an alten und kranken Menschen derzeit sehr niedrig ist.

Das ist in Deutschland ganz anders. Hier ist in jedem Fall Arbeit zu finden, denn hier herrscht Pflegenotstand. Daher haben sich die jungen Frauen und Männer entschieden, ihr Heimatland zu verlassen und in Deutschland ein neues Leben aufzubauen. Deutsch haben alle Neubürger bereits im Kosovo und Albanien gelernt, aber sie werden hier begleitend zu ihrer Arbeit weiterhin an ihren Sprachkenntnissen arbeiten.

Das Projekt umfasst eine Kooperation von Kolping, Caritas und Arche Würzburg – Einrichtungen im Bereich der Katholischen und Evangelischen Kirche. Jeder dieser drei Träger hat dabei mit seinen Möglichkeiten einen wichtigen Anteil übernommen. Während Caritas und Arche sich um Wohnräume und Anstellung in Pflegeheimen Würzburgs und Umgebung kümmerten, ist die Kolping-Akademie federführend für das Gesamtprojekt und den ergänzenden Sprachunterricht sowie den weiterbildenden theoretischen Unterricht im Pflegebereich verantwortlich.

Es ist ein Modellprojekt das von Projektleiterin Sarah Müller in der Kolping-Akademie entwickelt wurde und somit erstmals stattfindet. Ein Jahr hat die Vorbereitung gedauert bis dieses Projekt jetzt realisiert werden konnte, unter all den zusätzlichen Hürden die Corona mit sich brachte.

Zusätzlich schwierig ist jetzt für die Neubürger, anzukommen und sofort in eine Quarantäne wegen Corona zu gehen, die keinen Kontakt in die Öffentlichkeit erlaubt und vermutlich durch Verschärfung der allgemeinen Ausgangsbeschränkung in den kommenden Wochen nicht einfacher wird. – Hier sind jetzt die Verantwortlichen Träger gefordert die Freizeit neben der Arbeit, die alle schon in entsprechenden Pflegeheimen haben, virtuell abwechslungsreich zu gestalten.

Bild: Kolping-Akademie
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