Die "Sprache der Bilder"

Die "Sprache der Bilder" Erstellt von Kolping-Mainfranken GmbH |

Die Herbst-Tristesse kann aufs Gemüt schlagen -es ist neblig und nieselt. Der Herbst hat aufgrund seiner Buntheit aber auch wunderschöne Seiten, heißt es in einer Pressemitteilung der Kolping-Mainfranken GmbH. Die fängt Svetlana Hein in ihren zarten, großformatigen Gemälden ein. Die Werke der aus Wolgograd stammenden Malerin sind noch bis zum 30. Oktober in einer Gemeinschaftsausstellung osteuropäischer Künstler in der Galerie im Treppenhaus des Kolping-Centers Mainfranken zu sehen. "Sprache der Bilder" heißt die Schau.

Die Vernissage der Ausstellung vor kurzem war zugleich die Festveranstaltung zum Jubiläum "30 Jahre Sprachkurse bei Kolping". Dass dieser Geburtstag ausgerechnet mit einer Bilderschau gefeiert wird, hat einen nachvollziehbaren Grund, erklärte Sigrid Mahsberg in ihrer Eröffnungsrede. Bilder spielten und spielen bei den Sprachintegrationskursen von Kolping laut Pressebericht eine große Rolle. ,,Es geht bei uns ja nicht nur um Wortschatz und Grammatik", erklärte die Germanistin, die das Sprachkursangebot bei Kolping 1989 aufgebaut hatte. Nicht zuletzt über Künste erhielten die Teilnehmer Zugang zu der ihnen bis dahin meist fremden deutschen Sprache und Kultur.


Von Innenarchitektur zum Atelier
Svetlana Hein lebt seit 2006 in Deutschland. Die russische Innenarchitektin und Designerin hat seit dem Jahr 2014 ein eigenes Atelier in Heidingsfeld. Dort bringt sie Kindern das Malen bei. Neben ihr sind weitere Künstler an der Ausstellung beteiligt. Maria Suppes stammt aus der alten Universitätsstadt Tomsk. Als Tochter russlanddeutscher Eltern in Sibirien geboren, entschied sie sich 2001 zum Umzug nach Deutschland. In Jaroslawl studierte sie Malerei.
Was die aktuell bei Kolping ausstellenden Künstler geleistet haben, sei imponierend, so die Mitteilung weiter: Alle schafften es, sich nach einem gewaltigen Bruch eine neue Existenz aufzubauen. Das gelte auch für Alexander Kopp, ehemals Teilnehmer der Kolping-Sprachkurse. Der aus dem kasachischen Chana-Berlik stammende Architekturprofessor, Dekan und Lehrstuhlleiter an der Hochschule für Landwirtschaft in Zelinograd kam im Dezember 1997 nach Würzburg. 2003 eröffnete er sein eigenes Atelier "Kopp-Art" mit Kunstschule.


Pendler zwischen Moskau und Würzburg

Noch einmal neu starten, das geht nicht ohne Disziplin, sagt Nikolai Lagoida, der aus der Sowjetunion stammt und in der damals Frunse genannten, kirgisischen Hauptstadt Bischkek Kunst studierte. Seit 1995 lebt er in Ochsenfurt. Vier Jahre dauerte es, bis er an seine einstigen künstlerischen Erfolge in der Sowjetunion anknüpfen konnte.
Dmitri Evtuschenko, der derzeit in Moskau weilt, zog 2003 mit seinen Eltern nach Würzburg. In der Kolping-Akademie erlernte er laut Pressebericht die deutsche Sprache. Derzeit pendelt der ehemalige Dozent für Design, Zeichnung, akademische und dekorative Malerei an der Moskauer Kunstakademie zwischen Würzburg und Moskau hin und her.


Zu sehen ist die Ausstellung „Sprache der Bilder" in der Galerie im Treppenhaus des Kolping­-Center Mainfranken, Kolpingplatz 1, bis zum 30. Oktober.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr, Samstag von 8.30 bis 15 Uhr.

Foto: Kolping-Mainfranken GmbH
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